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Roadtrip durch Italien

Bei Roadtrip denkt man eigentlich eher an USA oder Neuseeland. Wir hatten dieses Jahr ursprünglich einen Roadtrip durch Vietnam geplant. Leider kam uns wie so vielen anderen Corona dazwischen. Im Sommer wurde dann spontan umgeplant und heraus kam ein zwei wöchiger Italien Trip im September. Und siehe da – Italien eignet sich perfekt für einen Roadtrip. Italien hat wirklich mehr zu bieten als man so denkt und bei den Straßen im Süden Italiens wird es sogar etwas abenteuerlich.

Pescara

Da der Roadtrip eher spontan ablief versuchten wir am ersten Tag so viel Strecke wie möglich zu machen, um so weit wie möglich in den Süden zu kommen (der Wetterbericht für den Norden Italiens war schon nicht mehr so prickelnd 😉 ) Dadurch sind wir erst mal in Pescara gelandet.

Food

Also mal ganz ehrlich – dort ist absolut nichts außer Strand. Aber wir hatten hier im Restaurant Francavilla al Mare das beste Essen auf dem gesamten Roadtrip und das zu einem sehr fairen Preis. Wer auf der Durchreise ist sollte hier auf jeden Fall Halt machen. Wir hatten eine 5 Gänge Vorspeise und verdammt leckere Spaghetti.

Vieste

Weiter ging es nach Vieste – eine schöne Stadt auf einer Klippe am Meer. Die Altstadt ist sehr sehenswert. Wir sind hier in einer Unterkunft direkt außerhalb der Stadt untergekommen und konnten bequem reinlaufen.

Hinter die Kirche, die direkt am Meer liegt, kann man laufen. Dort entdeckt man dann wilde Kaninchen und Hühner, die dort leben. Auf jeden Fall ein witziges Fotomotiv wert.

Bei Vieste findet man außerdem noch alte Fischerstände. Auf italienisch heißen diese Trabucco, auf deutsch “Fischergalgen”.

On the road

Noch weiter in den Süden Italiens ging es für uns weiter von Vieste nach Alberobello. Auf dieser Strecke sollte man sich die Maut sparen und am Meer entlang fahren. Denn dadurch kommt man an riesigen Salzbecken vorbei, die in der Nähe der Stadt Margherita di Savoia liegen. Außerdem sieht man, wenn man Glück hat, rosa Flamingos auf der Strecke (auf dem Bild leider nur sehr klein zu sehen).

Alberobello

Alberobello und seine schnuckeligen Trullis sind den weiten Weg in den Süden alle mal wert. Wir hatten als Unterkunft sogar unser eigenes Trulli, welches sehr gemütlich war. Hier gibt es nicht nur kleine Trullis sondern auch eine “Trulli-Kirche”. Alberobello ist aber selbst in Zeiten von Corona sehr touristisch und voll. Aber wahrscheinlich ohne Corona sogar noch voller. Alleine durch die Gassen laufen ist hier nur kurz nach Sonnenaufgang möglich.

Tipp: Es gibt auch noch Trullis auf der nicht so touristischen Seite von Alberobello – wenn man ankommt auf der rechten Seite. Hierhin verlaufen sich nicht so viele Menschen und man kann auch tagsüber mal einen Trulli mit sich alleine fotografieren.

Food

In Alberobello gibt es so einige gute Restaurants. Absolut zu empfehlen ist einmal im Restaurant “I Primi Di Puglia – Pasta Experience” zu essen. Wir hatten Glück und bekamen am Tresen einen Platz. So konnten wir live zusehen, wie unsere Pasta frisch geformt wurde – wirklich beeindruckend und sehr lecker obendrein.

Locorotondo

Direkt neben Alberobello befindet sich Locorotondo. Eine kleine Stadt mit wunderschöner Altstadt. Hier sollte man an einem Stand halt machen und sich mit Oliven und Pistazien eindecken. So günstig wie dort findet man diese so schnell nicht wieder.

Matera

Next Stop auf unserem Roadtrip war die Stadt Matera. Hier waren wir nur für einen kurzen Stopp von ca. 3 Stunden. Matera ist bekannt für seine in den Felsen geschlagenen Unterkünfte, auch “Sassi” genannt, welche sogar UNESCO Weltkulturerbe sind.

 Civita di Bagnoregio

Dieses Dorf hoch oben auf einem Felsen ist nur über eine Fußgängerbrücke zu erreichen. Man findet im Dorf selbst Restaurants und auch ein paar Unterkünfte. Ich würde aber empfehlen, in Bagnoregio zu übernachten. Dies ist das Dorf auf der anderen Seite der Fußgängerbrücke. Wenn man auf dieser Seite nächtigt hat man bei Sonnenuntergang und – aufgang einen klasse Blick auf das Dorf auf dem Hügel. Leider waren wir zum Sonnenuntergang minimal zu spät dran. Dafür war der Sonnenaufgang umso spektakulärer.

Sonnenuntergang bei Civita
Sonnenaufgang bei Civita

Um das Dorf zu besichtigen muss man einen kleinen Eintrittspreis blechen. Dieser kommt aber dem Erhalt des Dorfes zu gute, denn dieses droht abzustürzen. Dies wird aber mit modernster Technik verhindert was im Dorf auch veranschaulicht wird.

Quellen von Saturnia

Die nächste Station auf unserem Roadtrip war zur Abwechslung keine Stadt oder Dorf, sondern die Quellen von Saturnia.

Diese heißen Quellen eignen sich perfekt um zu entspannen und den Alltag hinter sich zu lassen. Aber seid gewarnt, dies ist kein Geheimtipp. Dort tummelt sich so einiges, auch in “Coronazeiten”. Wir kamen an zwei Tagen bereits zu Sonnenaufgang und selbst dann waren wir nicht alleine. Einige Einheimische nutzen deshalb nicht den Hotspot sondern den Graben, der zu diesem führt. Das haben wir dann kurzerhand auch so gemacht. Die Quelle befindet sich in einem Resort und ist dort am wärmsten.

Es heißt die Schwefelquelle wirkt heilsam auf Haut und Gelenke. Ein wahrer Schatz in der Toskana.

Food

In der Nähe der Quellen gibt es nicht viele Restaurants, aber dafür eine der aus unserer Sicht besten Pizzerien Italiens. Das Restaurant Pizzeria Da Gigo e Licia ist die Fahrt dorthin wert. Die Besitzerin ist ein echtes Unikat und mit vollem Herzblut bei der Sache. Nur der Wein dort war nicht ganz so nach unserem Geschmack.

Venedig

Unsere letzte Station auf dem Roadtrip war Venedig. Hier verbrachten wir noch zwei Tage bevor es wieder ab nach Deutschland ging. Lest hier mehr davon.

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