Nordamerika USA

Roadtrip West Coast USA

Tag 1: Route 66, Seligman und die Grand Canyon Caverns

Seligman

Am  ersten Tag fuhren wir von Kingman nach Seligman. Seligman liegt an der historischen Route 66 und ist ein kleines uriges Dorf. Es ist auf jeden Fall einen kurzen Abstecher wert. Hier halten alle noch an die alten Zeiten fest, als die Route 66 noch die einzige Verbindungsstrecke war.

Grand Canyon Caverns

Etwa eine halbe Stunde entfernt von Seligman befinden sich die Grand Canyon Caverns. Hier könnte man theoretisch sogar übernachten. Wir entschieden uns für die 45 minütige Tour durch die Höhle. Wir waren die einzigen dort und hatten dadurch eine Privattour. Unser Guide war sehr nett und hatte einige interessante Stories auf Lager. In der Höhle gibt es viele verschiedene Kristalle zu sehen.

Grand Canyon Deer Farm

Von Seligman machten wir uns dann auf den Weg zum Grand Canyon. Aber bevor wir zum Canyon kamen hielten wir noch kurz bei der „The Grand Canyon Deer Farm“. Hier kann man verschiedene Tiere, vor allem Rehe, füttern und streicheln.  Auch hier hatten wir Glück und waren die einzigen Besucher und hatten so die ganze Aufmerksamkeit der Tiere für uns. Was allerdings negativ ist, wenn man versucht das Gehege wieder zu verlassen ohne das einem alle Rehe folgen. Es war ein schöner kurzer Abstecher, der vor allem für Kinder ein Highlight ist.

Grand Canyon

Wenn man von der I 40 Richtung Grand Canyon fährt, kommt man erst am Grand Canyon Heliport vorbei.  Wo wir spontan hielten und auch direkt noch einen Platz im Heli bekamen. Der Spaß ist zwar nicht ganz billig aber genial. Zuerst fliegt man eine Weile über schier endlosen Wald, bis dann plötzlich der Grand Canyon vor einem auftaucht.

Nun endlich am Abend kamen wir dann am Grand Canyon an. Am Rand des Canyons zu stehen ist schon sehr cool. Wir liefen noch etwas und beobachteten dann den Sonnenuntergang. Nach dem die Sonne endgültig verschwunden war fuhren wir noch bis Cameron. Dort nächtigten wir in der Cameron Trading Post. Hier kann man auch ganz traditionell essen und allen möglichen Krimskrams einkaufen.

Tag 2: Navajo Bridge, Lees Ferry , Horseshoe Bend and Glen Canyon Dam

Am nächsten Morgen brachen wir früh auf um an der Navajo Bridge. Hier gibt es schöne Sitzmöglichkeiten die wir gleich für unser Frühstück nutzen. Etwas komisch war das überall Raupen rumliefen um man bei jedem Schritt aufpassen musste wohin man trat.

Nur fünf Minuten Fahrtzeit entfernt befindet sich der Lees Ferry Campground. Dort hat man die Möglichkeit die Füße im Wasser abzukühlen im Colorado River. Am Straßenrand zu Lees Ferry befinden sich coole Felsformationen, die einen Stopp Wert sind.

Fährt man von hier weiter Richtung Page, auf dem Highway 89, kommt man an dem Horseshoe Bend Parkplatz (nach ca. 40 Minuten) vorbei. Auf alle Fälle anhalten!! Der Weg zum Bend ist nicht weit. Wir unterschätzen allerdings die Hitze und nahmen nur eine kleine Wasserflasche mit. Diese war bereits vor der Ankunft leer. Hätten wir mehr dabei gehabt hätten wir hier mehr Zeit verbracht. Die Aussicht ist einfach mega.

Nachdem es uns am Horseshoe Bend zu heiß wurde fuhren wir weiter zum Glen Canyon Dam und besichtigten den Staudamm. Es war sehr interessant, aber ich war heilfroh wie ich wieder draußen war. Für mich ist es unvorstellbar was für Kräfte das bisschen Beton aushalten muss.

Tag 3: Lake Powell, Hanging Garden Trail, Upper Antelope Canyon and Toadstool Trail

Diesen Tag starteten wir indem wir den Sonnenaufgang über dem Lake Powell beobachteten. Danach fuhren wir zurück nach Page. Direkt nach dem Staudamm entdeckten wir den Hanging Garden hike. Dies ist ein sehr einfacher kurzer Rundweg, der auch nicht besonders spektakulär ist.

Anschließend machten wir eine Tour zum Antelope Canyon, die wir am Tag zuvor gebucht hatten. Wir hatten Glück die Sonne schien und so konnten wir den Canyon in seiner vollen Pracht erleben. Bei Regen werden die Touren abgesagt selbst wenn es hunderte Kilometer weit weg regnet. Die Gefahr von plötzlichen „Flash Floods“  ist zu groß. Unser Guide zeigte uns ein Video von einer Flash Flood die sich ihren Weg durch den Canyon suchte, dies war beeindruckend. Durch diese plötzlichen Überschwemmungen wird der Canyon jedes Mal neu geformt. Fotographen kommen hier voll auf ihre Kosten, man könnte unendlich viele Bilder knipsen in diesem Canyon. Die Guides geben einem hilfreichen Tipps, wie man welche Stelle am besten fotografiert.

Nach dieser Tour fuhren wir zum Lake Powell und genossen den Nachmittag am Strand. Dann machten wir uns auf zum nächsten Ziel, den Bryce Canyon. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir den Toadstool Trail. Der Trail befindet sich direkt am Highway 89 zwischen Page und Kanab auf der rechten Seite. Dieser war sehr schön, die Hügel leuchten in vielen Farben. Allerdings mussten wir uns beeilen, da es schon dunkel wurde auf dem Rückweg zum Auto.

Tag 4: Bryce Canyon and Coral Pink Sandunes

Bryce Canyon

Heute ging es in den Bryce Canyon. Der Weg dorthin ist bereits toll, man fährt durch ein paar kleine Minitunnel. Am Park angekommen konnte man sich entscheiden ob man selbst mit dem Auto reinfährt oder den Bus nimmt. Wir nahmen das Auto, da es nicht den Anschein hatte, dass der Park überfüllt ist. An gut besuchten Tagen ist der Bus besser, da die Parkplätze an den Startpunkten der Wanderwege begrenzt sind.

Fairyland Loop Trail

Wir entschieden uns für den Fairyland loop trail, dieser ist einer der längsten Wanderungen im Bryce Canyon, aber auch sehr schön. Los ging es am Sunrise Point. Wer nicht komplett zurücklaufen möchte kann am Fairyland Point in den Bus steigen und sich zurück zum Sunrise Point bringen lassen. Wir liefen das kurze Stück auf dem Rim Trail zurück. Auf dem Weg findet man Schilder mit „Benchmarks“ darauf. Hier muss man ein Foto von sich und dem Schildern machen, hat man drei verschiedene zusammen bekommt man ein kleines Andenken im Visitor Center. Wir hatten übersehen das man drei braucht, bekamen aber mit zwei gefunden „Benchmarks“ auch schon eine kleine Überraschung.

Mossy Cave Trail

Etwas ab vom Schuss ist der Mossy Cave Trail, auf dem Weg waren wir die einzigen Wanderer. Hierhin fährt auch kein Shuttel Bus. Biegt man auf dem kurzen Wanderweg nach rechts ab, kommt man zu einem kleinen Wasserfall. Links führt der Weg zum Mossy Cave.

Coral Pink Sand Dunes

Wir hatten ein Motel in Kanab. Auf dem Heimweg sahen wir an der Straße ein Schild mit „Coral Pink Sand Dunes“ darauf. Das mussten wir uns ansehen und bogen spontan ab. Wir fuhren etwa 24 km immer geradeaus und dachten schon da kommt nichts mehr aber mittens im nirgendwo musste man dann sogar noch Eintritt zahlen. Aber mit nur 6 $ ist das ok. Die Sanddünen sind nicht ganz so pink wie ich mir vorgestellt hatte. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, dieser war wirklich sehr schön dort zu beobachten.

Tag 5: Zion Park

Heute ging es in den Zion Park, meiner Meinung nach der schönste Nationalpark in der Gegend. Hier haben wir die verschiedensten Tiere gesehen. Von einer riesigen Tarantel bis zu Baby Bambi war alles dabei, vor allem Eichhörnchen sind hier in Scharen anzutreffen.

Während unserem Aufenthalt musste man mit den Shuttel Bussen fahren aufgrund von Bauarbeiten, dies kostete uns Zeit. Unsere erste Wanderung führte uns zum Weeping Rock. Dieser Weg ist kurz aber es geht steil nach oben, der Weg beginnt am gleichnamigen Bus Stopp. Danach wanderten wir noch bis zum Upper Emerald Pool, der Weg dorthin startet an der Zion Lodge. Man kann auch wahlweise nur bis zum Lower oder Middel Emerald Pool wandern. Die Schwierigkeit des Wegs steigert sich jeweils nach jedem Pool.

An dem Tag, an dem wir dort waren war es sehr heiß und dadurch richtig anstrengend. Deshalb entschieden wir am Nachmittag zum Kolob Reservoir zu fahren. Ab Virgin braucht man ca. noch eine dreiviertel Stunde bis man den Berg hochgefahren ist. Hier an dem Stausee, waren wir  ganz für uns allein und durch den großen Höhenunterschied war es auch gleich 10 °C kühler. Auf dem Weg nach oben kommt man einem „toten Wald“ vorbei, was genial aussieht.

Tag 6: Zion Park

Wir wollten unbedingt zum Angels Landing, deshalb starteten wir an diesem Tag extra früh, damit wir mit dem ersten Bus in den Park fahren konnten. Die letzte Passage auf dem Weg nach oben ist ein schmaler Pfad bei dem es auf beiden Seiten steil abwärts geht. Höhenangst darf man hier nicht haben! Wir empfehlen allen, die auch zum Angels Landing wollen so früh wie möglich zu starten. Nachmittags wird es voll auf dem Weg und dadurch noch schwieriger das letzte Stück zu gehen, da man ständig aneinander ausweichen muss. Bevor der letzte schwierige Teil des Wanderwegs beginnt hat man nochmal die Möglichkeit auf die Toilette zu gehen. Endlich oben angekommen wollten wir uns kurz stärken, allerdings wurden wir sobald wir etwas Essbares herausholten von Eichhörnchen belagert. Deshalb beschlossen wir erst mal wieder ein Stück nach unten zu wandern. Der Ausblick ist einmalig und alle Mühen wert! Angels Landing war mein absolutes Highlight auf dem Roadtrip.

Nach Angels Landing sind wir dann noch den River Side Walk zu machen. Dieser ist sehr einfach und ist sogar mit dem Rollstuhl zugänglich. Am Ende dieses Wegs kann man dann noch im Flussbett weiterlaufen in den „Narrrows“. Hier gilt wieder Wetter beobachten, da es zu plötzlichen „Flash Floods“ kommen kann. Wer nicht Barfuss oder mit den eigenen Schuhen ins Wasser möchte kann sich extra Schuhe im Visitor Center ausleihen. Wir hätten dafür allerdings erst mit dem Bus aus dem Park fahren müssen und danach wieder rein sodass uns das sehr viel Zeit gekostet hätte. Deshalb beschlossen wir einfach mit unseren normalen Wanderschuhen zu gehen, da heute eh der letzte Tag, an dem wir Wanderungen geplant hatten. Leider war das nach einiger Zeit ganz und gar nicht bequem und kehrten bald wieder um.

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