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Tipps für Venedig

2020 war wahrlich nicht das beste Jahr für uns Reisebegeisterte. Doch es gab auch Orte, die gerade wegen der Pandemie perfekt zu bereisen waren (zumindest für die kurze Zeit in der es ohne Beschränkungen möglich war). Ein solches Ziel war Venedig, denn dieses Jahr hatte man Venedig ganz für sich – ohne enorme Touri-Massen. Doch auch in den kommenden Jahren lohnt es sich nach Venedig zu reisen, bevor dieses durch den steigenden Meeresspiegel noch weiter beschädigt wird bzw. verschwindet.

Parken

Parken in bzw. bei Venedig ist nicht ganz billig und man hört immer wieder Horrorstorys von engen Parkhäusern. Diese Erfahrung haben wir uns erspart. Wir nutzten den Tronchetto Parkplatz im Hafen. Dieser ist direkt auf der rechten Seite kurz vor Venedig. Einfach zu erreichen und man kann selbstständig sein Auto parken und muss nicht seine Schlüssel abgeben oder Ähnliches. Die Toiletten befinden sich übrigens nicht in dem Parkhaus direkt sondern kurz davor.

Wer es eilig hat und nur einen kurzen Abstecher nach Venedig machen möchte, kann von dort aus direkt auf eine der Schifffahrtslinien umsteigen. Mit dem “People Mover” kommt man für 1,50 € direkt zum Piazzale Roma. Wir sind direkt vom Parkhaus aus zu unserem Hotel Palazzo Veneziano gelaufen.

Getting Around

Venedig lässt sich am Besten zu Fuß erkundigen, also einfach drauf los laufen. In den engen Gassen ist um jede Ecke etwas zu entdecken. Achtet auch auf die tollen Details an den Türen.

Gondoliere

Die berühmten Gondoliere findet man eig. an allen bekannten Plätzen. Dort hängen auch Schilder aus mit den üblichen Preisen (min. 80 €). Allerdings verlangen die Gondoliere teilweise erheblich mehr, wenn viel Andrang ist. Da im September nichts los war, hätten wir sogar für “nur” 50 € mitfahren dürfen. Die Fahrt in den Gondeln ist so teuer, da diese “Boote” noch per Handarbeit gefertigt und gewartet werden. Bei Squero di San Trovaso kann man eine solche Werft bestaunen. Außerdem kostet die Lizenz um eine Gondel betreiben zu dürfen je nach Stadtteil schnell mal 350.000 €.

Vaporetto

Vaporetto ist sozusagen der Bus – nur, dass dieser auf den Kanälen entlangfährt. Eine Fahrt kostet 7,5 €. (Route Nr. 2 kommt am Parkhaus Tronchetto vorbei).

Wassertaxi

Auch Taxis gibt es in Venedig, diese bewegen sich ebenfalls durch die Kanäle fort.

Highlights

Brücken

Highlights in Venedig sind für mich die vielen kleinen und großen Brücken.

Die wohl am meist besuchte Brücke Venedigs ist die Rialtobrücke, welche über den Canal Grande führt. Dies war eine der ersten Brücken aus Stein in Venedig und viele hielten sie damals für eine Fehlkonstruktion, da das Gewicht der Brücke enorm ist und alles durch unter Wasser liegende Stämme getragen werden muss. Diese werden regelmäßig gewartet. Bis jetzt steht die Brücke aber noch und weitere Brücken aus Stein folgten.

Geheimtipp: Direkt neben der Rialtobrücke befindet sich ein Einkaufszentrum, mit enorm schicken Läden darin (Fondaco dei Tedeschi). Das Besondere? Man kommt kostenlos auf das Dach des Kaufhauses. Dafür muss man sich aber zuvor online anmelden. Leider bleibt das Dach bei Regen bzw. Nässe wg. Unfallgefahr geschlossen. Buchen könnt ihr dies hier.

Und dann gibt es noch die Ponte dei Pugni. Diese Brücke ist auf den ersten Blick eigentlich wie jede andere. Aber hier fanden in den alten Tagen viele Faustkämpfe statt. Weiße Fußabdrücke auf der Brücke sollen an deren blutige Vergangenheit erinnern. Direkt neben der Brücke findet ihr einen schwimmenden Obststand.

Eine weitere besondere Brücke ist die Seufzerbrücke. Diese ist eigentlich mehr ein Übergang zwischen zwei Gebäuden (den Dogenpalast und das Gefängnis). Dieser Übergang ist komplett zugemauert. Nur durch kleine Fenster konnten die Gefangen, oft für ein letztes Mal, einen Blick auf Venedig und die Freiheit erhaschen und ihr entgegenseufzen. Diese liegt direkt neben dem berühmten Markusplatz.

Markusplatz

Der bekannteste Platz in Venedig ist der Markusplatz, dieser liegt im Stadtteil San Marco. Ein Highlight ist es, dass dieser nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt und deshalb regelmäßig unter Wasser steht. Dadurch habt ihr die Chance coole Spiegelungen mit der Kamera einzufangen.

Food Tour

Wir lieben Food Touren 🙂
Auch in Venedig können wir eine solche empfehlen. Da, wie schon anfangs erwähnt, nicht viele Touris in der Stadt waren, hatten wir eine Tour nur für uns. Auf der Tour erfährt man auch viel über die Geschichte Venedigs. Zum Beispiel, dass Venedig sozusagen der Spielplatz für reiche Leute war. So gab es Lokale, die über der Tür in der Decke ein Loch hatten, über welches geprüft werden konnte wer vor der Tür steht.

Auf dem Fischmarkt ist in einer Säule die Mindestgröße für Fisch und Muscheln vorgeschrieben. So wurde früher schon sichergestellt, dass sich die Bestände erholen können und nicht zu kleine Fische / Muscheln bereits gefischt wurden.

Am Markplatz existiert die größte und älteste Uhr Venedigs. Diese diente früher für alle zur Zeit Orientierung, da es sonst noch keine Uhren gab.

In der Bar Basego bekommt ihr nicht nur den bekannten Aperol Spritz sondern auch weitere Versionen dieses Getränks, die meist noch etwas bitterer sind. Außerdem gibt es hier sehr gute kleine Snacks.

Eine Lieblingsspeise der Venezianer ist Baccala, dies ist ein besonderes Fischbrötchen. Wir wurden gewarnt, dass dieses sehr intensiv schmeckt und die meisten Touris es nicht mögen. Aber wir fanden es lecker.

Ein weiterer kleiner Laden (Acqua e Mais), der auf frittierte Leckereinen mit Polenta spezialisiert ist, können wir wärmstens empfehlen.

Fun Fact: Schiefe Türme gibt es in Italien nicht nur in Pisa. In Venedig sind fast alle Türme ebenfalls schief. Achtet darauf, wenn ihr in Venedig seid.

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1 Comment

  1. […] war Venedig. Hier verbrachten wir noch zwei Tage bevor es wieder ab nach Deutschland ging. Lest hier mehr […]

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